Jun 04
Zurecht beklagen sich viele in Deutschland über mißbräuchliche Abmahnungen, die einzig als Einnahmequelle spezialisierter Massenabmahner dienen. Mit Blick auf die USA hat das deutsche Abmahnwesen allerdings einen erheblichen Vorteil: Obgleich “teuer” aus Sicht einer Privatperson ist es doch vergleichsweise günstig gegenüber dem möglichen Schaden, den amerikanische Abmahn-Trolle anrichten können.
Deren aktueller Lieblingsparagraph heißt 35 USC §292 und regelt, daß Produkte nur dann als “patented” bezeichnet werden dürfen, wenn sie auch tatsächlich patentiert sind. Denn in einem Leiturteil (“The Forest Group, Inc. vs. Bon Tool Co.”) hat das zuständige amerikanische Berufungsgericht gerade festgestellt, daß die gesetzliche Höchsstrafe von $500 pro fälschlich markiertem Artikel anfällt. Und zu der fälschlichen Markierung kann auch die Markierung eines Produkts mit einem abgelaufenen Patent gehören.
Unternehmen, die ihre Produkte in den USA vertreiben ist daher anzuraten regelmäßig die Richtigkeit der auf Produkten, Verpackungen und Begleitmaterial genannten Patente oder der Markierung “patent pending” zu überprüfen. Patente, die das Ende Ihrer Laufzeit erreicht haben, sollten zeitnah entfernt werden. Ferne sollte sichergestellt werden, daß nur solche Patente genannt werden, deren Ansprüche wirklich das damit bezeichnete Produkte erfassen.
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May 15
Habe vor einigen Tagen bei Google recherchiert, wie US Patentanwaltskollegen ihre Leistungen bewerben. Dabei auf eine Google Anzeige gestoßen, bei der eine Kanzlei mit günstigen Flat Rates für die Erstellung von Anmeldungen warb. Die Google Anzeige versprach die Ausarbeitung einer neuen Anmeldung für unter $2000 – ein Angebot mit dem ich nicht mithalten kann. Also habe ich die “Kollegen” angerufen und gefragt, was Ihr Geheimnis sei. ”Ein Netzwerk selbständiger Anwälte mit günstigen Nebenkosten” war die Antwort. Klingt einleuchtend – aber dann, meine Nebenkosten sind ebenfalls sehr niedrig angesetzt. Also noch etwas weiter recherchiert, und auf ein weiteres Geheimnis gestoßen:
- Beim US Patentamt ist niemand mit dem Namen der Person registriert, die meinen Anruf beantwortet hat
- Der Name der Kanzlei ist ebenfalls nicht im System des Patentamts zu finden
- Unter dem Kanzleinamen sind keine Patente oder Patentanmeldungen veröffentlicht
- Auf meine Nachfrage nach den Registriernummern der Anwälte wurde nie geantwortet
Dies legt die Vermutung nahe, daß es sich hier um schwarze Schafe handelt, die Anwaltsleistungen inserieren, ohne Anwälte zu sein. Anmelder sollten also Ihre Hausaufgaben machen, bevor Sie einen US Anwalt beauftragen, der (wie ich auch) in aller Regel zuerst eine Vorkasse Zahlung verlangen wird. Zwei Tips dazu:
- Ist der Anwalt beim USPTO zugelassen? Beim USPTO können Sie die offizielle Datenbank aller zugelassenen Anwälte einsehen. Mich finden Sie zum Beispiel hier. Diese Datenbank können Sie auch nach Kanzleinamen durchsuchen.
- Eine Suche nach dem Kanzleinamen in Patentdatenbanken kann einen Überblick verschaffen, welche Anmeldungen bzw. Patente von der Kanzlei vertreten wurden. Eine Übersicht der von meiner Kanzlei Smartpat PLC vertretenen Anmeldungen finden Sie so zum Beispiel bei Freepatentsonline.
- Ist der Anwalt bei einem Berufsverband zu finden? Ich bin beispielsweise Mitglied der National Association of Patent Practitioners und über deren Webseite zu finden.
Diese Vorsichtmaßnahmen sollten helfen, schwarze Schafe bei der Auswahl eines US Patentanwalts zu erkennen.
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Dec 25

Gabelstapler, designed by Porsche
US Design Patent Nummer 606274 wurde vor einigen Tagen veröffentlicht. Eigentümer ist die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG. Irgendwie scheint uns das Fahrzeug nicht ganz in die Reihe der Sportwagen zu passen…
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Mar 14
Anzahl erlaubter Patentanmeldungen in den USA rückläufig

Wie eine aktuelle Statistik des amerikanischen Patentamtes zeigt ist die Zahl der erlaubten Patentanmeldungen im Verhältnis zur Gesamtzahl aller Patentanmeldungen stark rückläufig. Vor wenigen Jahren wurden noch fast 3 von 4 Patentanmeldungen erlaubt – heute liegt die Zahl bei weniger als 1 in 2.

Für das USPTO ist diese Statistik alamierend, denn weniger erteilte Patente bedeuten weniger Erhaltungsgebühren, und damit weniger Einnahmen für’s Patentamt.
Schaut man sich allerdings so manche früher erteilten Patente an, beispielsweise die in US Patent 5443036 patentierte Methode eine Katze zu unterhalten, musste wirklich etwas geschehen, um die Qualität erteilter Patente zu verbessern.
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Jun 12
Here is a link to my latest project: A US-Patent Wiki for German inventors. It’ll one day be a comprehensive information source especially for German inventors interested in obtaining a US Patent.
Apr 06
Axel’s blog is moving in here…